2017 – Schnorchel und Taucherbrillen Vergleich

Gefahren beim Schnorcheln

Welche Gefahren und Risiken gibt es beim Schnorcheln?

Erstmal vorneweg: Schnorcheln ist kein besonders gefährlicher Sport! Doch es gibt ein paar Dinge, die man beachten sollte. Diese sind hier kurz und bündig zusammengefasst.

Gefahr der Pendelatmung

Wenn das Lungenvolumen das Volumen im Schnorchel nicht erheblich übersteigt, atmet man immer die gleiche verbrauchte Luft ein. Wenn das nicht rechtzeitig bemerkt wird, kann dies zu Ohnmacht führen. Gerade im Wasser ist Ohnmacht gefährlich, da der Atemreflex automatisch einsetzt und eventuell Wasser in die Lunge gelangen kann.
Um das zu verhindern dürfen Schnorchel bei einem Innenrohrdurchmesser von ca. 2.8 cm maximal 35 cm lang sein.
Zum Vergleich: Das entspricht einem Volumen im Schnorchel von ca. 0,2 Litern. Ein durchschnittlicher Atemzug eines Erwachsenen umfasst 0,5 Liter Luft, wobei sich noch bis zu 0,2 Litern in den Atemwegen befinden können.

Erwachsenen droht hier also noch keine Gefahr, außer sie verlängern ihren gekauften Schnorchel oder bauen sich selbst einen.

Doch hierbei ist wichtig das Kinder eine kleineres Lungenvolumen haben und so natürlich auch kleinere Schnorchel benutzen müssen. Sie dürfen keine Erwachsenen-Schnorchelsets benutzen! Deswegen gibt es spezielle Kinderschnorchel (Schnorchelsets für Kinder im Vergleich).

Das Ausblasventil beim Schnorchel kann der Pendelatmung entgegenwirken.

Gefahr des sog. „Schwimmbad-Blackout“

Der Atemreiz wird durch die Konzentration von CO2 im Blut gesteuert. Dieses CO2 reichert sich im Blut an, wenn es nicht abgeatmet wird. Ab einer bestimmten Konzentration wird der Atemreflex ausgelöst und man atmet wieder ein und aus.
Es kommt also nicht darauf an, wie viel Sauerstoff noch im Körper vorhanden ist. Wenn nun eine Person vor dem Abtauchen kräftig ein und ausatmet oder hyperventiliert, kann das zu Sauerstoffknappheit unterwasser führen, die nicht bemerkt wird. Das CO2 wurde ja vorher durch das Hyperventilieren auf eine sehr kleine Konzentration gebracht.
So kann es dazu kommen, dass man ohnmächtig wird, ohne dass man etwas von seiner Sauerstoffknappheit merkt.

Wenn man nun beim Tauchen ohnmächtig geworden ist und die CO2-Konzentration wieder steigt, löst der Atemreflex aus und man atmet Wasser ein.

Man sollte hier einfach darauf achten, dass man sich selbst nicht übernimmt und nicht versucht möglichst lange unter der Wasseroberfläche zu bleiben.

Gefahr durch Oberflächenströmungen

Es muss hier auch auf gefährliche Strömungen hingewiesen werden. Sie sollten sich informieren, ob es starke Strömungen an Ihrem Urlaubsort gibt.
Ein gutes Zeichen für ein sicheres Schnorchelerlebnis sind andere Menschen im Wasser. Wenn ein Strand leer ist, kann es sein, dass dort gefährliche Strömungen herrschen.
Hier bietet es sich an Schwimmflossen zu tragen. Ohne diese ist das Schwimmen aus der Strömung manchmal sehr schwierig… wenn nicht unmöglich.
Ein komplettes Schnorchelset mit Flossen ist empfehlenswert.

Gefahren beim Schnorcheln

Gefahr von Barotraumata

Unter der Wasseroberfläche erhöht sich der Druck. Die Faustregel lautet hier: je zehn Meter nimmt der Druck um ein bar zu.
Das Volumen eines Gases ist umgekehrt proportional zum Druck. Das heißt, bei höheren Drücken nimmt das Volumen ab.
Wenn aber sich das Volumen nicht ändern kann, kommt zu einer Druckdifferenz zwischen dem eingeschlossenen Gas und den äußeren Bereich. Als Beispiel könnte hier eine Taucherbrille herangezogen werden. Je tiefer man taucht, desto größer ist der Druckunterschied zwischen innen und außerhalb der Taucherbrille. Das kann unangenehm und schädlich für die Augen sein.
Um dem entgegenzuwirken sorgt man für einen Druckausgleich. Bei einer Tauchmaske reicht hierfür ein einfaches Ausatmen durch die Nase. Man sollte beim Tauchen also keine Schwimmbrillen benutzen, sondern tatsächlich Tauchmasken.

Die Gefahr von Barotraumata (weitere Information zu Barotraumata finden Sie hier) besteht beim Schnorcheln aber nur bedingt, da ja nicht so tief getaucht wird.

Sonnenbrand und weiteres

Beim Schnorcheln ist der Rücken der Sonne die komplette Zeit über ausgesetzt. Daher sollte auf geeigneten UV-Schutz wert gelegt werden. Zum einen natürlich Sonnencreme, eventuell ein T-Shirt, UV-Shirts oder direkt einen Neoprenanzug. Dieser schützt auch vor Quallen, vor scharfen Steinen oder Korallen und vor dem Auskühlen. Er sorgt außerdem noch für zusätzlichen Auftrieb. Daher ist ein Neoprenanzug für Kinder besonders empfehlenswert.

Schnorcheln Risiken

Hoffentlich wurden Sie nicht durch diese Gefahrenliste abgeschreckt. Schnorcheln ist und bleibt ein sehr sicherer Sport!

Das wars mit dem Überblick über die Gefahren und Risiken beim Schnorcheln.